Behinderung -ein Wort zwischen Sichtbarkeit und Schweigen

Es gibt Wörter, die tragen eine sonderbare Schwere in sich, die größer scheint als ihre Silben. ‚Behinderung‘ gehört wohl dazu. Es gab etliche Situationen, in denen sich der Raum veränderte, sobald es fiel. Ein kurzes Stocken des Gesprächs, ein Blick wandert etwas betreten zur Seite und gar nicht so selten schiebt sich unmittelbar ein etwas gefälligerer Ersatz hinterher. Also Begriffe wie „Einschränkung“. „Handicap“. Oder „Besondere Bedürfnisse“. Als wäre es nötig, das eine zu verkleiden, um das andere sagbarer zu machen. Doch was geschieht, wenn wir das Wort ‚Behinderung‘ meiden?

Warum Ironie verletzender sein kann, als viele denken

Es gibt Sätze, die klingen sorglos und fast ein wenig verspielt. Sie werden mit einem lächelnden Tonfall gesagt, der Leichtigkeit verspricht und einem kleinen entwarnenden Augenzwinkern. Und doch hallen manche dieser Sätze lange nach. Sie haften im Gedächtnis wie feine Glassplitter, unsichtbar von außen, aber spürbar bei jeder Bewegung des Denkens. „Das war doch nur Spaß.“ Ein Satz, der glätten und entschärfen will und doch so oft das Gegenteil erreicht.