Spät erkannt – was nun? Erste Schritte nach der Diagnose

Es gibt ein Gefühl, das viele kennen, lange bevor sie jemals das Wort „Autismus“ im Kontext zu sich selbst hören. Dieses leise, schwer zu fassende Anders sein. Es ist nicht immer grell und punktgenau benennbar, aber präsent wie ein subtiles Hintergrundrauschen.
In der Kindheit tauchen vielleicht erste Narrative auf, die aus Unwissenheit vom Umfeld das eigene Selbstbild prägen. Sätze wie „Stell dich nicht so an. Mach‘ nicht immer so ein Gesicht. Du bist viel zu sensibel. Sei nicht so still. Sei nicht so besserwisserisch. Lächel‘ doch mal. Du bist immer so schwierig. Freu‘ Dich mehr. Mach mit. Spiel‘ mit den anderen. Sei mal irgendwie anders, aber nicht so..“