Stimming – kein Fehler, sondern Ausdruck

Stimming – ein Wort, das für viele außerhalb des Autismus-Spektrums unbekannt ist und doch eine ziemlich menschliche Realität beschreibt. Der Ursprung des Wortes liegt in der Begrifflichkeit „self-stimulatory behavior“ – oder auch ganz ohne phonetischen Stolperstein: Selbststimulierendes Verhalten. Gemeint sind damit in der Regel Bewegungen oder Geräusche, die sich wiederholen. Dies kann sich z.B. in rhythmischem Wippen, das Drehen eines Gegenstands, das Schaukeln des Körpers oder das Summen bestimmter Laute ausdrücken. Für viele Menschen im Autismus-Spektrum ist Stimming eine zentrale Form der Selbstregulation. Es ist ein Weg, mit Reizüberflutung, Anspannung, Stress oder intensiven Gefühlen umzugehen.

Maskieren – das unsichtbare Schauspiel

Masking – ein anglisiertes Wort, das nüchtern klingt und doch eine existenzielle Schicht autistischen Lebens beschreibt. In einiger Fachliteratur wird das Maskieren auch als „Camouflage“ oder als Teil des „hochfunktionalen Autismus“ bezeichnet. Unabhängig davon, wie man es benennt, gemeint ist damit meist immer die Fähigkeit, den eigenen Ausdruck zu verbergen, zu überdecken, soweit umzuschreiben, damit er in eine Welt passt, die von anderen erbaut wurde.